Startup Gründung – ist ein Coworkingspace das richtige oder lieber mieten

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Viele Arbeitnehmer und Angestellte haben im Lauf ihres Berufslebens schon öfter mal mit dem Gedanken gespielt, ein eigenes Unternehmen zu gründen, und sich auf diese Weise selbstständig zu machen. Dieses Vorhaben kann sehr erfolgreich werden, wenn die dahinterstehende Geschäftsidee vielversprechend ist, und sich hinterher als lukrativ herausstellt. Wenn dann noch ein paar andere Voraussetzungen erfüllt sind, dann ist der Schritt zur Gründung eines eigenen Startup-Unternehmens oft nicht mehr allzu weit.

Nun haben allerdings nicht wenige junge Unternehmen dieser Art häufig das Problem, dass sie nicht über geeignete Arbeitsräumlichkeiten verfügen, um sich beispielsweise ein Büro für den Geschäftsbetrieb einzurichten. Dieser Problematik lässt sich mit sogenannten Co-Working-Spaces entgegenwirken. Was es mit diesen Co-Working-Spaces auf sich hat, und auf welche Weise sie jungen Startup-Unternehmen helfen können, lässt sich aus diesem Artikel entnehmen.

Definition – was ist ein Co-Working-Space?

Der Begriff “Coworking” bedeutet, dass sich mehrere Menschen aus unterschiedlichen Berufsschichten einen öffentlichen Arbeitsplatz – meist ein Büro – teilen. Dabei ist dann vom sogenannten Co-Working-Space die Rede. In diesem Büro arbeiten dann unter anderem Freiberufler, digitale Nomaden oder frisch gebackene Gründer eines Startup-Unternehmens.

Den “Coworkern” steht es dabei völlig frei, wann und wie lange sie diesen gemeinsamen Arbeitsplatz nutzen. Derartige Räumlichkeiten sind stunden-, tage- und wochenweise buchbar, und ermöglichen den Nutzern sehr flexible Rahmenbedingungen fürs Arbeiten. Außerdem sparen sich Startup-Unternehmen durch solch ein Co-Working-Space die Anmietung von potenziell teuren Büroräumen. Darüber hinaus verfügt ein solcher Arbeitsplatz in der Regel auch über einen Drucker, Scanner, Telefon, sowie auch über anständiges Internet.

Vorteile für Start-ups

Wie bereits erläutert, eignen sich diese gemeinschaftlichen Büros unter anderem sehr gut für die Gründer von noch jungen Startup-Unternehmen. Zu den großen Vorteilen, die mit der Nutzung solcher Arbeitsflächen verbunden sind, zählen unter anderem die folgenden Aspekte.

Sorgloses Arbeiten

Die Anmietung eines eigenen Büros, sowie die Anschaffung verschiedenster Büro- und Arbeitsutensilien geht häufig selbst bei mittelgroßen Unternehmen sehr stark ins Geld. Insofern sind solche finanziellen Belastungen für noch junge Start-ups häufig zu groß, um in der Anfangszeit bewältigt werden zu können. Gerade dann, wenn die Firma noch relativ neu ist, und dementsprechend noch wenig Angestellte hat, lohnt sich die Anmietung eines solchen Arbeitsplatzes sehr. Die Nutzung von Co-Working-Spaces bietet vielen Beschäftigten einen sehr flexiblen Arbeitsplatz, mit dem deutlich weniger Stress verbunden ist, als es zu Firmenbeginn noch mit eigenen Räumlichkeiten der Fall wäre. Viele dieser öffentlichen Büros verfügen zudem über spezielle Meetingräume, flexible Öffnungszeiten und eine moderne technische Ausstattung. Durch diese Aspekte ist es gerade für die Gründer von noch jungen Startup-Unternehmen möglich, mit vollem Engagement zu arbeiten – ohne, dass man dabei als Gründer allzu große Sorgen im Hinterkopf haben müsste.

Nützliche Kontakte knüpfen

Wer sich als Gründer eines noch jungen Unternehmens zum Arbeiten in ein Co-Working-Space zurückzieht, der ist dabei in der Regel nicht alleine. Immerhin steht schon alleine der Begriff “Coworking” für “gemeinsames Arbeiten”. Demzufolge können junge Unternehmensgründer in diesen Einrichtungen sehr leicht auf Gleichgesinnte – wie zum Beispiel anderen Gründern – in lockerer Atmosphäre treffen, und sich mit ihnen über verschiedenste Dinge austauschen. Man kann sich wertvolle Tipps von anderen Gründern abholen, oder auch einfach nur über Gott und die Welt miteinander plaudern. Des Weiteren werden von den Betreibern dieser Arbeitsplätze auch oft spezielle Events veranstaltet, wie beispielsweise Stammtische, Gründer-Meetings, Frühstücke und noch vieles mehr.

Rekrutierung & mehr Mitarbeiter im Büro

Ein weiterer Vorteil von Arbeitsplätzen dieser Art ist die simple Tatsache, dass man als Startup-Gründer relativ leicht neue potenzielle Mitarbeiter für das eigene Unternehmen kennenlernen kann. Außerdem kann es gerade in der Anfangszeit einer Firma vorkommen, dass man Mitarbeiter zu bestimmten Zeitspannen einsetzen muss. Und dies kann zu Beginn des Geschäftsbetriebes ein Problem werden, wenn die Firma in dem Moment nur ein kleines Büro für zwei Leute (wenn überhaupt) zur Verfügung hat, welches aber oft schon mit anderen Mitarbeitern besetzt ist. Diese Problematik lässt sich durch ein Co-Working-Space umgehen, da Startup-Gründer in diese Räumlichkeiten so viele Mitarbeiter mitnehmen können, wie sie es wünschen.

Motivationsquellen

Aktuelle Studien haben gezeigt, dass wir automatisch spürbar motivierter für die Arbeit sind, wenn wir andere Menschen bei der Arbeit sehen. Wenn wir also sehen, dass andere Menschen produktiv sind, dann neigen wir eher dazu, ebenfalls produktiv zu werden. Von daher kann sich ein Co-Working-Space besonders gut dafür eignen, um die eigene Arbeit (und das damit verbundene Tagesgeschäft) effektiver werden zu lassen.

Lage des Büros

Genauso wie es heutzutage schwierig ist, eine Privatwohnung mitten in der Stadt zu finden, so ist es in der heutigen Zeit mindestens genauso schwer, in einer solchen Lage anständige Büroflächen zu finden. Und die wenigen verfügbaren Objekte zeichnen sich vor allem durch ihre sehr hohen Mietpreise aus. Auch in dieser Hinsicht kann ein Co-Working-Space Abhilfe schaffen, da sich derartige Räumlichkeiten in den meisten Fällen recht zentral in beliebten Bezirken von größeren Städten befinden. Wer sich also als Startup-Gründer in einem Co-Working-Space einmietet, der schafft sich damit auch eine optimale Geschäftsadresse mitten in einem angesagten Ort der Stadt.